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Mein kleiner Balkongarten oder: Warum drei Tomaten ziemlich glücklich machen können

Dieses Jahr habe ich etwas ausprobiert, was ich schon länger mal machen wollte: einen kleinen Balkongarten. 


Wobei, wenn du ab und an bei mir liest, dann weißt du das ja bereits.

"Garten" klingt vielleicht ein klein wenig übertrieben. Ich habe schließlich keine endlosen Gemüsebeete vor der Tür und fahre auch nicht mit der Schubkarre zur Ernte.

Aber ich habe Tomatenpflanzen. Eine Gurkenpflanze. Eine Paprika. Und alles wächst tatsächlich!




Und ja, ich freue mich darüber wie Bolle.

Die Ernte? Überschaubar. Die Freude? Groß.

Wenn ich mir meine bisherige Ernte so anschaue, werde ich vermutlich keinen Gemüsestand auf dem Wochenmarkt eröffnen können.

Aber darum geht es ja auch gar nicht.

Die ersten Gurken konnte ich schon ernten. Und dann kamen endlich meine Tomaten. Rot, reif und direkt von der Pflanze.


Und was soll ich sagen?

Die schmecken mega lecker.


Vielleicht bilde ich es mir ein, weil ich sie selbst gezogen, beobachtet und gefühlt täglich angeschaut habe. Aber ich finde tatsächlich, dass sie viel aromatischer schmecken als viele Tomaten, die man so im Supermarkt kauft.

Und so eine frisch geerntete Tomate auf einem guten Brot braucht eigentlich gar nicht viel. Ein bisschen Salz drauf und fertig.

Herrlich.


Man schaut plötzlich ganz anders hin

Was ich an meinem kleinen Balkongarten besonders mag: Man bekommt wieder ein Gefühl dafür, wie Lebensmittel eigentlich entstehen.

Da hängt nicht plötzlich über Nacht eine fertige Gurke.

Erst wächst die Pflanze. Dann kommen Blüten. Irgendwann entdeckt man etwas Winziges und denkt: „Ha! Da kommt was!

Und von da an wird natürlich kontrolliert.

Ist sie schon größer?

Braucht sie Wasser?

Wann kann ich sie endlich ernten?

Bei den Tomaten war es genauso. Und jetzt warte ich gespannt auf meine Paprika. Die hängt noch wunderbar grün an der Pflanze und darf sich ruhig noch ein bisschen Zeit lassen. Ich beobachte sie derweil. Sie kennt das schon.


Es muss gar nicht viel sein

Vielleicht ist genau das meine Erkenntnis aus diesem Balkongartenjahr.

Es muss nicht immer groß sein.

Ich brauche keine zehn Kilo Tomaten und keinen Korb voller Gurken, damit sich das Ganze "gelohnt" hat.

Ich freue mich über jede einzelne Tomate, die ich pflücke. Über meine Gurken. Darüber, dass ich morgens oder abends nach meinen Pflanzen schaue und entdecke, dass wieder etwas gewachsen ist.

Und irgendwie schmeckt ein Tomatenbrot gleich noch ein bisschen besser, wenn die Tomate fünf Minuten vorher noch an der eigenen Pflanze hing.

Und jetzt fehlt nur noch die Paprika …

Die darf sich allerdings langsam mal entscheiden, was sie werden möchte.

Grün ist sie schon sehr überzeugend.

Ich werde also weiter warten, gießen, gucken und mich über meinen kleinen Balkongarten freuen.

Und wer weiß: Vielleicht wird es nächstes Jahr ein bisschen mehr.

Oder auch nicht.

Denn eines habe ich dieses Jahr schon gelernt:

Manchmal reichen ein paar selbst geerntete Tomaten und Gurken völlig aus, um sich über etwas richtig zu freuen.

Und jetzt gibts erst mal Tomatenbrot.

Und für dich - 

10 Tipps für einen kleinen, feinen Balkongarten, so wie meiner (vielleicht) ;-)



Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr dieses Jahr selbst etwas angebaut? Und was ist bei euch richtig gut geworden oder vielleicht auch überhaupt nicht?



Beatrice 14.09.2026, 07.18

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